Love, Janis“ ist inspiriert von dem gleichnamigen biografischen Buch (das auch Janis‘ Briefe an ihre Familie enthält), das von ihrer Schwester geschrieben wurde, die im Film auch interviewt wird.
Ort: USA
Regie: Ray Müller
Dauer: 1x 50 Minuten
Aufgabe: Geschäftsführung Polyphon International
Produzent: Frank Buchs

In 50 Minuten gelingt es Regisseur Ray Müller, das Wesentliche über das junge Mädchen aus Port Arthur, Texas, zu erzählen, das sich gegen die Umwelt und die Mentalität auflehnte, ihr immenses Talent entdeckte, nach San Francisco abhaute, dort in der Hochphase der Beat- und Hippie-Revolutionen landete, sich in der Musikindustrie durchsetzte und die Gunst des Publikums eroberte, gegen die Dämonen der Einsamkeit und der persönlichen Krisen kämpfte und schließlich einer Überdosis Drogen und Alkohol erlag, als es gerade so aussah, als würde ihre Karriere wieder in Gang kommen.
Interviews mit Menschen wie Dave Getz und Sam Andrew (die mit ihr in The Big Brother & Holding Company spielten), dem Fotografen Bob Seidemann (der ihre berühmten Nacktfotos machte), John B. Cooke, ihrem Tourmanager (der zu dieser Zeit auch mit Bob Dylan arbeitete), und dem Musikkritiker Joel Selvin beleuchten verschiedene Momente ihres Lebens und ihrer Karriere und lassen mit Bewunderung und Zuneigung das Bild eines Mädchens wieder aufleben, einer Frau, die mit einer seltenen Intensität lebte und schuf. Am besten kann man ihr Leben und ihre Kunst beschreiben, wenn man sagt, dass sie wie eine Flamme brannte, die viel zu früh erlosch. Der einzige Kritikpunkt, den ich an dem Film anbringen kann, ist, dass es zu wenig Musik gibt, aber dafür haben wir ja andere Filme, Aufnahmen und YouTube.